shapes #1 / Four Winds

Ein Treffen zwischen zwei Instrumentalisten, einem Medienkünstler und einem Butoh Tänzer. Bewegung und Klang werden per Kamera und Mikrophon analysiert und in abstrakte Daten umgewandelt, die als Grundlage für in Echtzeit generierte 3-dimensionale Graphiken dienen. Diese werden auf festen Flächen an Wänden und Boden, sowie auf den Körper des Tänzers projiziert, was wiederum den Musikern und dem Videokünstler als instantane Inspirationsquelle dient.

Die gemeinsame Sprache dieser deutsch-französisch-japanischen Liaison ist neben der Choreographie und Komposition im Besonderen die Improvisation - das direkte Transformieren von künstlerischem Ausdruck aus den Tiefen des Unbewussten, geleitet durch einen hochtrainierten künstlerischen Instinkt, umgesetzt durch virtuose Technik. Ein kontinuierlicher Dialog entsteht - Musik inspiriert Tanz, Tanz inspiriert Graphik, Graphik inspiriert Musik. Der Bühnenraum,mit dem Tänzer als lebender Skulptur wird zu einem in sich geschlossenen hochsensiblen System, in dem jeder Impuls die "Materialitäten" des Körpers, der Elektrizität, der Luft und des Lichtes durchläuft - eine Konfrontation von archaischem menschlichem Ausdruck mit der Welt der abstrakten digitalen Rechenmaschinen.


Termine 

16.-19.12.2012 - Öffentliche Probe, Bürgerhaus Stollwerck. Jeweils von 11 - 18 Uhr. Offen für alle Interessierten.
26.+27.03.2013 - Deutschland Premiere in der Aula der Kunsthochschule für Medien Köln. Jeweils ab 20.30 Uhr. Eintritt frei.
28.03.2013 - ab 11 Uhr Workshop in der Aula der Kunsthochschule für Medien 
11.10.2013 - MUG München 
13.10.2013 - Frankreich Premiere im Rahmen von "les Rendezvous contemporains de saint-merry" Paris.



Pressestimmen:

ALLE SINNE

Die Kölner Timeart Künstler Sven Hahne und Matthias Muche und zwei französische Gäste verschmelzen in"Four Winds" die Elemente Musik, Tanz, Licht und Grafik zu einer Einheit und faszinieren mit einer einstündigen improvisierten "intermedialen Performance".
Eigentlich ist es nur Atem, der da in Posaune und Saxophon strömt, gehaucht, gehechelt, gehustet, gepresst wird. Die Instrumente verstärken, verfremden die Laute und klingen archaisch und animalisch. Das computergenerierte Licht scheint nur die Fortsetzung der Schallwellen zu sein, wenn es durch den Raum pulsiert, grafische Muster auf Wände oder Boden zeichnet. Fast unmerklich schiebt sich der Tänzer vom Rand in den visualisierten Klangraum hinein. [...] 
Alles passt: Bewegung, Musik, Licht, Graphik sind aufs Feinste aufeinander abgestimmt. Und doch das ist nicht das Ergebnis eines wochenlangen Probenprozesses mit allen Beteiligten, sondern eine Improvisation. Der Medienkünstler Sven Hahne,der beim Timeart Ensemble den Computer bedient, arbeitet mit einem ausfeilten Motion Capture System. Kameras unter der Decke fangen die Bewegung ein und setzen sie direkt in graphische Lichtmuster um. Wellenlinien, Streifen, konzentrische geometrische Formen, Lichtflecken am Boden oder Atmosphären im Raum werden erzeugt. Nichts ist festgelegt- Masaki Iwana weiß lediglich, welche Felder der Spielfläche außerhalb der Kamera winkel liegen und keine Reaktion auslösen. Die Impulse der Musik dagegen gehen direkt in den Rechner und werden so mit den Bewegungsmeldungen vernetzt. Das Faszinierende an dieser komplexen digitalen Arbeitsweise, die ihre Schöpfer "intermediale Performance" nennen, ist ihr so natürlich wirkendes Produkt. Das Publikum sieht, hört und spürt konzentrierte Emotion. Das dürfte an jedem Abend so sein, den die beiden Kölner Timeart Künstler Sven Hahne und Matthias Muche (Posaune) mit ihrem Gästen aus Frankreich Masaki Iwana und Michel Doneda (Saxophon) unter dem Titel "Four Winds" bestreiten. Was genau zu sehen ist, entscheidet sich Abend für Abend neu. Man möchte wiederkommen.

Christina-Maria Purkertkeine






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