The Longue Duree

"The Longue Duree“ von das mollsche gesetz in Kollaboration mit telefante und Anthony Moore bezieht Material und Inspiration aus Fernand Braudels einzigartigem Text "The Mediterranian in the Ancient World". Diese poetische Beschreibung einer außergewöhnlichen Zeitreise von der Prähistorie bis in die Antike ist Ausgangspunkt der Performance.
Nachdem das Mittelmeer in den letzten Jahren in der westlichen Öffentlichkeit hauptsächlich als Todeszone und Schauplatz erschreckender Flüchtlingsdramen wahrgenommen worden ist, lenkt dieses Projekt wieder den Blick auf die utopisch-politischen Möglichkeiten der Kultur verbindenden Kräfte zwischen Europa, Afrika und dem Orient.
Video, Musik und Text spielen dabei mit unterschiedlichen Zeitebenen und nehmen in ihrer jeweils eigenständigen Materialität Bezug auf Braudels Theorie einer 3-schichtigen Geschichte.

Der Titel "The Longue Duree" ist Reverenz an Braudels Langzeitsicht der Geschichte. das mollsche gesetz übernimmt hierbei die Repräsentation der kurzfristigen Ereignisse im Fluss der Geschichte. Es wurde von Matthias Muche (Posaune), Udo Moll (Trompete, Elektronik) und Sebastian Gramss (Kontrabass) als Forschungsprojekt gegründet und hat sich zur Regel gemacht, dass kein Stück länger dauert als 60 Sekunden - und dass jeweils eine Pause in gleicher Länge folgt.
Diese ebenso einfachen wie radikalen Regeln verändern massiv die Art und Weise, wie Musik entsteht, und vom Publikum wahrgenommen wird. Die Pausen laden dazu ein, den Fokus von ganz scharf auf unendlich zu stellen, sie sind die Resonanzräume in der Zeit.

Die Arbeit des Videokünstler-Duos telefante mit Luis Negron van Grieken und Juan Orozco bildet gewissermaßen die Geohistorische Schicht in der Performance. telefante beschäftigt sich mit der Wiederentdeckung des Mythos und der Aspekte von Zauberei bei der Erschaffung von Bildern aus Licht und Schatten. Die hierbei benutzte Maschinerie ist ein Prototyp einer Laterna Magica, die aber neben analogen (Folien, Zeichnungen...) auch digitale Bilder benutzt und der Videoarbeit eine auratische Qualität verleiht, die in ihrer Entstehung live auf der Bühne mitzuverfolgen ist.

Auf der Sprachebene jongliert Anthony Moore, Produzent und ehemaliger Professor der Kunsthochschule der Medien Köln, mit Ausschnitten aus Fernand Braudel’s Texten in englischer Sprache zwischen den Ebenen der longue durée.

- telefante  /  LuisNegron van Grieken & JuanOrozco (livevideomanipulation)
- das mollsche gesetz  /  Sebastian Gramss (Kontrabass), Udo Moll (Trompete, Elektronik), Matthias Muche (Posaune)
- Anthony Moore (Sprecher)

Donnerstag 10.09.2015 20:30
Filmwerkstatt Düsseldorf im Rahmen der Frischzelle bei düsseldorf festival 2015
Birkenstraße 47, 40233 Düsseldorf - Eintritt 6/12€

Freitag 11.09.2015 20:30
Köln: Aula der Kunsthochschule für Medien Köln, Filzengraben 2, 50676 Köln - Eintritt frei !


Künstlerische Leitung: Matthias Muche / T. 0171-2761193 / muche@zeitkunst.eu
Pressekontakt: creaCtive Vera Firmbach / T. 0179-2400866 / verafirmbach@gmx.net
Partner: Kunsthochschule für Medien Köln, Filmwerkstatt Düsseldorf, düsseldorf festival


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